Red-Ribbon

 


Das Red Ribbon ist seit 1992 über den Kreis der Schwulenbewegung hinaus bekannt geworden. Bei der Oscar-Verleihung 1992 trugen die Stars erstmals fast geschlossen das Red Ribbon am Revers. Es ist das Jahr, in dem erstmals ein Oscar posthum an einen an AIDS verstorbenen Künstler, den Musicalkomponisten Howard Ashmann ("Die Schöne und das Biest"), verliehen wurde.

Das rote Schleifchen soll signalisieren: Ich erinnere mich an Menschen, die an den Folgen von AIDS gestorben sind.

Zum Hintergrund
Das Red Ribbon wurde von einer kleinen Gruppe namens Visual AIDS aus New York erfunden. Visual AIDS wollte einen Zeichen kontinuierlicher Erinnerung und Solidarität schaffen.

Möglicherweise wurden sie dabei vom Protest einiger Ärzte auf dem ersten Welt-AIDS-Kongress in San Francisco inspiriert. Damals hatten die USA viel Ehrgeiz entwickelt, die erste Konferenz dieser Art zu veranstalten.

Den Menschen allerdings, die mit dem HIV infiziert und somit von AIDS am stärksten betroffen waren, wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt.

Das Einreiseverbot für HIV+ Menschen wurde übrigens erst von Präsident Clinton, also 10 Jahre später, aufgehoben.

Als stilles, aber deutlich sichtbares Zeichen ihres Protestes haben einige Ärzte rote Armbinden getragen. Diese wurden dann später zum Red Ribbon stilisiert. Dabei spielte die Tradition der Schleifen (siehe oben) als Ausdruck von Trauer sicher die entscheidende Rolle.

Heute tragen viele Menschen in Nordamerika und Europa das Red Ribbon als Zeichen ihrer Solidarität mit HIV-positiven Menschen.

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HIV-Info

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